Kategorie-Archiv: Werkstatt

mal wieder ein Lebenszeichen….

Einiges ist passiert!

Die Spitfire ist wieder geflickt (leider ohne Bilder).

Der Stratos wurde wieder auf einen 7,5ccm Motor umgebaut.

Der Wandererrumpf ist endlich fertiglackiert.

Mein Bus kam mit revidiertem Motor und Vergaser frisch vorgeführt von der Werkstatt zurück

Mein Leistenbruch ist auch geflickt 😀

 

Hier noch ein Bild vom Spachtelabschleifen einer ASW 27 Fläche. Nassschliff, genauso eine Pest wie trockenschleifen.

 

Weiter mit dem Wanderer!

Zwei Aussenflügel an einem Abend. Hier die Mylars mit der ersten Schicht Glas (49g). Danach kommt eine Schicht 163g Kohle und einem Stück 163g Kohle um die Nase, das bis zum Holm reicht. So gibts eine D-Box!

 

Im Vakuum, unter einer Schicht Altmetall begraben… Und der 1,2kW Heizlüfter sorgt für 24h wohlige Aushärtwärme in der Werkstatt. Der Satrap-Radiator hat sich beim Testen vorher mit einem Funken und einer rausgehauenen Sicherung verabschiedet.

 

Kurz vorm herausnehmen…

 

Einmal mit Mylar, einmal ohne. Deckschicht ist etwas Duplicolor Autoweiss und eine dünne Schicht Thixoharz gegen Pinholes.

 

Die Sichtkohle unten 😀
Leider muss die kleine Stufe der D-Box noch weggeschliffen werden, was aber nur die Deckschicht betrifft.

 

Noch etwas softcore-Tempern. Dazu wird über die Kerne eine Schachtel gestülpt, in die der Heizlüfter bläst.

 

…und so hoffe ich, den Servoausschnitt wieder zu finden 🙂


Lange habe ich gewartet, bis ich endlich mal ein zeitgemässes Upgrade für meine V-Ultra gefunden habe. Neu in meiner Flotte befindet sich nun ein Dingo F3B/F von Vaclav Vojtisek in leichter Doppelkohle, gebraucht gekauft, aber in Top-Zustand. Jetzt wünsche ich mir nur noch einen schönen 4m Scalevogel…

Natürlich wurde auch wieder mal ‹richtig› geflogen.

 

…Ferienzeit…

…da gibts nicht viel zu berichten. Man ist weg, oder am fliegen. Aber nicht in der Werkstatt. Die Projekte leiden.

Ich ärgere ich etwas über meinen Wandererrumpf. Fein verschliffen, mit Duplicolor Primer behndelt, und dann mit dem Lack der gleichen Marke überspritzt und imme rgibt es diese Risse im Lack beim trocknen. Sehr ärgerlich, und eine Lösunge habe ich keine parat.

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Hier ein Poserbild nach dem gelungenen Erstflug meiner gebraucht gekauften Schreiner L-39

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Und das Bild nach einem weiteren Flug mit der Maschine:

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Die Umstände des Absturzes sind etwas ominös. Beim Einkurven in den Final abgeschmiert. Dabei war ich nicht wirklich langsam unterwegs, im Vergleich zu den Videos der selben Maschine oder ähnlichen Fliegern, die ich live gesehen habe. Im Nachhinein denke ich, dass der Schwerpunkt viel zu weit hinten war. Man musste immer sehr vorsichtig mit dem Höhenruder umgehen, um nicht einen spontanen Abriss – auch bei viel Fahrt – zu provozieren. Auch das Bild des Fliegers in der Kurve passte eher zu einer schwanderen Bergente als einer L-39. Aber einen weiteren Flug mit mehr Gewicht vorne war mir nicht vergönnt. Im Gegensatz dazu flog der Typhoon an dem Tag sehr schön – man muss nur die doofe Vektorsteuereung abschalten.

Weiter gehts mit Pannen. Meine Kyosho Spitfire kam auch zu Bruch. Ich bin mit ihr viel geflogen und der Vogel war sehr gutmütig, langsam und angenehm zu steuern. Blöderweise kam meine Blödheit dazwischen, als ich nach dem Start statt dem Klappenschalter den Motorsicherheitsschalter erwischte. Um das zu realisieren (gehört habe ichs nicht, die Spit ist superleise und nebenan stand ein lauter Motorflieger…) war zu wenig Luft unter den Flächen. Sie ist in Reparatur und wird bald wieder fliegen.

Panne zum dritten, sie ist auf Video aufgezeichnet:

In den Campingferien am Gardasee, da musste natürlich ein Wasserflieger mit. Die Dynam Beaver. Da hat sich wohl ein Magnet im Rotor gelöst (Wasserschaden?) und der Regler hat sich danach komplett wieder selbst in Einzelteile zerlötet. Wie der fremde Schwimmer schon bemerkte, es stank fürchterlich…

Immerhin klappts mit dem ‹richtigen› Fliegen, hier noch ein schönes Bild aus der Tschässine:

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Diverses

Der Impeller meines Typhoons nach dem Biss in die feuchte Erde…

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Alles ready zum Wanderer-Holmeinbau. Der Holmsteg aus Balsa ist schon mal mit Kevlarschlauch überzogen.
Was für eine Fummelarbeit über die Länge.

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Der untere Holm aus 6 bis 18 Rovings. Direkt im Flügel getränkt, mittels des Holzspatels schön glatt gepresst. Darüber kommt noch etwas Mumpe, der getränkte Steg und natürlich der obere Holmgurt mit gleichem Aufbau.

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Wanderer Part II

Inzwischen noch ein paar Teile aus 2mm und 1,5mm GFK gefräst. Entgegen den Erwartungen problemlos und ohne grosse Staubentwicklung.

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Die Abziehschnauze soll später mit 2 Laschen in den Rumpf geschoben werden können. Da ich später nicht mehr drankomme, bereite ich die Laschen und Taschen schon jetzt vor:

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Die Mechanik des Pendelhöhenruders. Zwischen den Hölzchen wird der Abstand von 5mm mit 2 Verstärkungsscheiben aus 1,5mm GFK und dem Hebel mit 2mm GFK gefüllt. Die Fräsungen passen wieder mal fantastisch.

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Vorbereitete Rumpfseiten mit Dreieckleisten und etwas Glasverstärkung im Motorbereich

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Die Leitwerksbrücke. Leider bei der rechten Hilfsrippe etwas etwas grosszügig Styro rausgetrennt.
Die Alu-Röhrchen habe ich glücklicherweise beim Wieser um die Ecke gefunden. Ansonsten hätte ich schwere Messingröhrchen verbauen müssen.

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Und fertig verschliffen. Die Hinterkante ist nicht ganz ideal gelungen, das fliegt aber auch so.

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Geschnitten habe ich die Kerne mit Mailmans Hilfe, die Bilder dazu auf seinem Blog.

 

Projekt Wandervogel

Man muss ja manchmal wandern gehen. Ist ja nichts schlimmes dabei, meistens hat man ja eine schöne Aussicht und etwas Bewegung. Nur finde ich die ziellose herumlatscherei machmal etwas öde, besonders wenn man dann irgendwann unterwegs auf eine Wiese stösst, die dem Wind zugewandt ist und gross genug wäre, um einen Segler zu landen. In so einem Moment kommt mir unweigerlich der Gedanke, wie sinnlos es ist, einen Berg zu besteigen, ohne was fliegbares dabei zu haben.

Das soll sich nun ändern. Ziel ist es, einen geländetauglichen, robusten, Allround-Segler zu bauen, der in leichten bis mittleren Bedingungen gut fliegt,  Akrotauglich ist, einen Motor in der Schnauze hat, zusammengebaut nicht zu klein ist, aber auseinandergenommen trotzdem Rucksacktauglich bleibt. Denn die Tätigkeit des Tages soll ja eine Wanderung mit der Möglichkeit eines Fluges bleiben und nicht zu einem Hangflugtag mit Wanderung verkommen. Ersteres wird von der Partnerin wohlwollender augefasst.

Etwas kaufbares in der Art habe ich leider nicht gefunden.

Somit sollte es ein kompakter Besenstiel-Segler werden. Fläche Dreiteilig teilbar mit einem Bauaufwandverminderndem sowie Platzsparendem geraden Mittelstück. Vier Klappen, um mit Butterfly auch auf kleinem Raum landen zu können. Rumpf mit Abziehschnauze ohne Schwert, wie damals mein Robbe Calibra eine hatte. Eine Spannweite um 2,8m schien ideal. Der Rumpf sollte ursprünglich ein GFK-Teil werden, aber weil dafür Urmodelle und Formen gemacht werden müssten, wäre der Flieger nie fertig geworden. Deshalb, und weil ich mittlerweile über eine CNC Fräse verfüge, die genau die verhassten Bauschritte an einem Holzmodell obsolet macht (Umrisse aufs Holz übertragen, aussägen, schleifen und dann doch krumme Teile erhalten), habe ich mich entschlossen, den Rumpf aus Holz zu bauen. Müsste genau so schön werden wie sein GFK-Pendent.

Als Motor habe ich vom Rabbit noch einen Hacker B40-11L mit Getriebe übrig, der eigentlich perfekt zum schlanken Rumpf dieses Modells passt.

Bei den Flächen kommt wieder die altbewährte Methode mit Kernen im Vakuumsack zur Anwendung, wie schon beim Jart und bei der Fox gemacht. Die Kerne habe ich mir CNC schneiden lassen.

Die Auslegung geschah mit FLZ_Vortex über lange Zeit, weshalb ich nicht mehr so genau weiss, wie ich am Schluss auf genau diese Auslegung kam. Jedenfalls wollte ich profilmässig mal eitwas neues wagen und einen Strak, basiert auf einem DP-1,89/7.83 von Dirk Pflug, das für meinen Einsatz geeignet zu sein scheint. Es soll auch bei geringen Re-Zahlen noch gut funktionieren und sehr gut auf Verwölbung ansprechen. Dieser Meinung war auch Profili, als ich damit etwas herumexperimentierte und mit anderen Profilen verglich. Darauf gekommen bin ich in einer der langen Profildiskussionen auf rc-network.

So entstand in vielen Stunden ein Bauplan des Seglers:

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Fräse sei Dank kann man die Teile nun beliebig kompliziert machen und schon ein bisschen mit Verzahnungen arbeiten, um sich die Ausrichtung der Teile zu erleichtern.

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Jau, Geil! (frei nach Dieter Bohlen)

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Und hier der fast fertige Rumpfbausatz! 2 oder 3 Denkfehler muss ich noch beheben, dann kann ich den Teilen mit dem Weissleim zu Leibe rücken.

Jart

Es ist schon ein Weilchen her, genaugenommen im Winter 2012/13, als ich mir einen Jart gebaut habe. Da ich aber vom Bau ein paar Fotos geschossen habe, die ich mal in einem kurzen Baubericht zusammenfassen wollte, was ich aber nie gemacht habe, poste ich die nun hier. Besser spät als nie.

Eigentlich war ich ja scharf auf einen Rodent. Der Rodent, entworfen von John Higgins, und inzwischen schon bei Version 10 angelangt, ist ein bei den Amis beliebter Hangsegler für die wirklich windigen Tage. Er ist auf optimalen Speed und Durchzug ausgelegt, sehr robust gebaut, da man ihn nicht langsam landen kann. Ausserdem kann er Gerüchten nach auf bis 3kg aufballastiert werden, und das bei 1,6m Spannweite. Deswegen werden Segler dieser Kategorie auch passend «Lead Sled» genannt. Da es nicht einfach ist, einen Rodent zu bekommen, wurde das Konzept vielfach kopiert, die ähnlichste Variante ist wohl der Rudi von Richter aus Deutschland.

Reed Sherman hat sich auch an eine ähnliche, aber entschärfte Version gewagt. Er nannte seinen Segler Jart. Man konnte für 10$ oder so einen Plan des Jarts erwerben. Der Jart erfreute sich, gepusht durch das rcgroups Forum, einer grossen Beliebtheit und so entstand bald eine grosse Gemeinschaft von Jart-Bauern namens Jartworld und es folgten viele Bauberichte sowohl dort als auch auf rcgroups. Da es dem Erbauer freigestellt war, wie das Ding gebaut werden soll, gab es vom reinen Holzmodell bis zum CFK-Jart aus gefrästen Formen so zielich alles zu sehen. Auch ich habe mich anstecken lassen. Leider hat Reed die Rechte seines Modells an eine Firma verkauft, so gibt es nun Jarts aus EPP und GFK zu kaufen, aber wegen Copyright und so keine Pläne mehr, und auch Jartworld.com wurde abgeschaltet.

Nur, wie gross ist der Sinn, fern von unverwirbeten Küstenwinden so ein Ding zu bauen? Meine erste Englanderfahrung hat mich angefixt, öfters dorthin zu fahren. Und auch das passende Fluggerät mitzubringen. Und zudem hatte ich den Eindruck, ein paar neue Baumethoden lernen zu können. Die simple Form des Fliegers ist dazu prädestiniert.

Ich hab mich indes entschieden, mal ein Urmodell zu bauen, abzuformen und Rümpfe zu laminieren. Die Flächen wurden nach der Methode von Phil Barnes (der hat mal eine doppel-DVD verkauft, auf denen er detailiert zeigt, wie man das macht. Gibts aber nicht mehr) im Vakuumsack gepresst.

Rumpf: Um das Urmodell zu bauen, habe ich den Aufriss und Seitenriss (in 2 Hälften) aus Sperrholz gesägt und kreuzförmig miteinander verklebt. Dazwischen geviertelte Spanten mit der Frontsicht am jeweiligen Ort des Rumpfes. Die Zwischenräume mit Balsa gefüllt, jedenfalls da, wo die Kontur durchgeht. Das ganze dann mit 60er Schleifpapier zurechtgewetzt, feingeschliffen und mit 160er Glas überharzt. Harz leicht rot gefärbt, man will ja ein bisschen experimentieren. Das Seitenleitwerk ist ganz herkömmlich als Balsabeplankter Styrokern ausgeführt.

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Nach etwas Schleifen und spachteln musste die Flügelanformung ran. Während viele Jartbauer den Flügel einteilig machten, entschied ich mich für eine Ansteckfläche. Dazu habe ich 2 exakt gleiche Lehren aus Sperrholz gebaut, auf der die Position der Wurzelrippen und der HLW-Auflage mit passender EWD angeformt sind. Die Wurzelrippen sindinnen an der Lehre mit doppelseitigem Klebband genau befestigt und werden so an den Rumpf geharzt, danach wieder von der Lehre gelöst. Die Auflage des HLW wird einfach entsprechend ausgefeilt am Urmodell. Hinten liegt noch ein HLW herum, das zur einpassung verwendet wurde. Da der Jart schön geradeausfliegt und auch die EWD (0°) stimmt, gehe ich davon aus, dass die Methode ausreichend genau ist.

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Nochmals viel Spachtel drauf, fein verschleifen und immer wieder schwarz spritzen. So sieht man ungenauigkeiten im Licht sehr gut.

Nachdem der Rumpf in seiner vollen Pracht dalag, habe ich ihm eine Trennlinie für die Kabinenhaube eingeritzt, den Haubenbereich abgeformt und den Haubenbereich abgetrennt. Darüber kam ein ‹Kragen› aus Balsaholz, der um den Abstand der Haubendicke verjüngt war. So, dass später ein Absatz am Rumpf ist, der die Haube hält und nicht verrutschen lässt.

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Abformen. Leider löste die Fimo-Paste zum Spaltfüllen den Lack und den grünen Spachtel an. Somit wurde die Form im Bereich der Trennebe recht wüst. Dort muss ich jeden Rumpf nachschleifen. Also nix mit lackieren in der Form.

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Erster Rumpf, der in der Form entstand. Leider habe ich den Zettel mit dem Laminataufbau verlegt. Bin mir aber sicher, dass ich ganzflächig 160er Köper (1x 90°, 1x 45°) verlegt habe, mit einem 50er Gewebe als Oberfläche und nochmals 2-3 Lagen zusätzlichem 160er Glas vom Flügelbereich bis vorne. Das Einsatzprofil des Fliegers erfordert Stabilität und Gewicht, somit wurde das Ding recht stabil. Vorne kann man den Rumpf nicht von Hand verbiegen… Ausserdem befindet sich in jedem Rumpf noch ein Rohr für 1kg Messingballast.

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Ich habe 2 Rümpfe gemacht, einen leichten und einen schweren.

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Flügel im Rohbau. Ein paar Rovings für den Holm, Hochkant Balsa als Holmsteg, Steckung aus CFK-Schauch, die noch über den Stahlverbinder geschoben ist. Der Holmbereich im Steckungsbereich ist leer, den Verbinder habe ich erst nach der Beplankung des Flügels eingepasst. Damit die Fläche dann auch winklig zum Rumpf ist.

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Die erste Fläche, mit Glasfaser beplankt. 2x 160g Leinwand. Klingt nach viel, wurde aber nicht sonderlich schwer. Aber Bocksteif. Rudersteg nach Hartmut Siegmann aus Kohleschlauch mit Silikonscharnier. Bisschen fummelige Herstellung bei so kleinen Bauhöhen, aber brutal steif und leichtgängig. Ich habe noch einen 2. Flügel gebaut, mit 1x 160g Kohlegewebe, zwar ohne Holm, aber dafür mit einer Verstärkung aus 100g UD und einem Balsasteg. Der ist einiges leichter und genauso steif.

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Beide Flügel, vorm lackieren…Ach ja, die Nase ist aus Kevlar. Schlechte Idee, wie sich beim Schleifen und Verputzen derselben rausstellte. Das HLW hat einen Styrokern, 2 Lagen 50g Glas und einen Rudersteg aus Balsa und ist damit sehr leicht.

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Leider wurde im darauffolgenden Sommer nichts daraus, den Jart auszuprobieren. Der Juli auf der britischen Insel war eine durchgehende Flaute. Im Sommer 2014 wurde es allerdings ernst, der Erstflug des leichten Jarts fand bei einem steifen Südwestwind in Kimmeridge statt.

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Der Jart flog auf Anhieb gut, kam flott voran, hat Durchzug und ist sehr agil. Mit den Ruderausschlägen gemäss Bauplan rollt er schneller, als man schauen kann. Mit deutlich weniger Ausschlag fliegt er elegant und schön grossräumig, wie das seinem Piloten gefällt. Schwerpunkt und EWD sind auf Anhieb perfekt. Der Erstflug dauerte über eine Stunde. Leider habe ich das Modell schon beim ersten Flug arg lädiert, weil ich beim Ausholen zur Landung ins Lee die Windverhältnisse und des Jarts Abrissverhalten falsch eingeschätzt habe. Der Jart fiel einfach aus 20 Metern runter auf eine Schafweide. Flügel mehr oder weniger heil, Stahl krumm, Rumpf mehrfach gerissen. Ich hatte an den folgenden Abenden auf den Campingplätzen beim Reparieren genug Zeit, um mir Gedanken darüber zu machen, wie man so einen Jart besser landet.

Ein paar Tage später, am Bwlch. Wieder ein Traumwind, siehe meine Jacke… Ice Cream Slope. Jart 2 am Start. Fliegt genau so gut wie der erste (sowohl derPilot als auch die anderen anwesenden Modellflieger waren begeistert), landet genau so beschissen wie der erste. Da stärker gebaut ohne nennenswerte Schäden.

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Hier noch ein Bildchen mit beiden Jarts (der Gelbe ist wieder flügge…). Leider kommen sie viel zu wenig zum fliegen. Und ich zum landen lernen. Hier kann mans vergessen und auch die Tage in England mit entsprechend Wind sind eher selten. Dann lohnt es sich aber, so ein Gerät dabei zu haben. 2015 konnte ich noch den einen oder anderen Flug machen, sogar mit Ballast und gelungenen Landungen. Inzwischen studiere ich an einem extrem leichten Jart herum, oder ob man denen einfach einen Impeller aufsetzten könnte. Mal sehen, wies weitergeht.

Der Excel fliegt wieder!

Ein trauriges Bild, das ich im Juni in meinem Blog posten musste. Ein Springbaum, der damals in den Anflug gehüpft ist, hat meinen Excel zerlegt.

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Die Berührung mit dem Baum hat einerseits die Nasenleiste eingedrückt, die Biegung der Fläche hat desweiteren die damals viel zu dün ausgeschliffene Endleiste gestaucht. Die kaputten Endleistensegmente habe ich schlicht mit einer massiven Edleiste ersetzt. Damit die Kraftübertragung auch weiterhin gut klappt, habe ich die Klebenähte rund angeschliffen, ein weiteres Balsaleistchen eingepasst und auf Profil verschliffen. So ist das ganze wieder kraftschlüssig geschäftet. Die vorne gestauchte Beplankung wurde ebenfalls partiell ersetzt. und von unten verstärkt, um den Kraftfluss zu erhalten. Danach habe ich dem Excel eine neue Bespannung gegönnt, im selben Farbschema wie vorher. Weil ich s so schön fand…

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Der vorne angerissene Rumpf wurde wie schon oft mit Glasgewebe von innen geflickt, verschliffen, gespachtelt und neu lackiert.

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Am Tag des Erstfluges wollte ich noch ein Foto vom frisch glänzenden Excel am Boden machen. Allerdings war das Wetter am 10. November so schön, dass nach der Landung bereits zu dunkel war, um noch ein solches Foti zu machen… Zwei Handyfotos sind mir aber gelungen…

edit: Tags darauf hats auch mit dem Fotografieren geklappt. Hier am Haus-, bzw. Geschäftshang:

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Pace

 

 

Die Servobrettaufnahme in der ursprünglichen Form. Durch die Brücke liessen sich die Schubstangen kaum im Rumpf bewegen, was beim Versuch der Montage an den Servos diverse Fluchorgien und Wutausbrüche verursachte.

 

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Erst nach Studen kam dann der Geistesblitz, die Brücke mit dem Dremel mit Hilfe der Flexwelle zu durchtrennen. Das Servobrett wird so immer noch genug gut gehalten  (alle Befestigungen wurden nach dem erbrachten Beweis, dass es geht, noch definitiv mit Harz/Fasergemisch am Rumpf befestigt). So kann man die Stangen auch durch die Kabine einführen, nicht wie bis anhin nur rektal durch die Spalte bei voll verdrehtem Seitenruder.

 

 

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So können die Servos problemlos montiert werden. Ein Gefrickel gibt es nur noch beim Einführen der Stangen, die des Höhenruders muss über der Seitenruderstange liegen.

 

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Fertig eingebaut und verschlossen. Dass der Gabelkopf an der Stelle nur unter Zuhilfenahme hochwertiger Fluchwörter und Stossgebete am Umlenkhebel montiert werden konnte, versteht sich von selbst. Hoffentlich muss der nie wieder rausgenommen werden.

 

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Somit ist der Rumpf bis auf das Einsetzen von Trimmblei, Empfänger und Akku fertig. Aber das kommt dann ganz am Schluss.