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::Mirage Style::

Bauweise
Holzrumpf, Styroflächen

Spannweite
85cm

Motorisierung
Hacker A30-10XL
10 Zellen SCR1000

Status
Fertig, Flugereit

Der Mirage Style geisterte schon lange in meinem Kopf herum, nachdem ich in einem Elektro-Modell Heftchen vor 10 Jahren einmal ein Baubericht über ein ähnliches Delta gelesen hatte. Der klein abgebildete Vorgänger dieses Deltas von Dietmar Forkel war die eigentliche Inspiration zum Mirage Style.

Die Idee wurde im Herbst 06 spontan wieder aus der Versenkung geholt, gezeichnet und gebaut, alles mit dem Ziel eines möglichst raschen und günstigen Baus, passend für meine alternden 1000er Zellen. Die Flügel wurden dann aus einer Baustyroporplatte geschnitten, ein E186 diente als Profilvorlage, an der Wurzel auf 6% verdünnt, und mit ganz wenig Verwindung.

Kurz zuvor las ich von erfolgreichen Versuchen, Flächen mit braunem Packpapier zu bespannen, das auch gleich als Oberfläche dient und eine Balsabeplankung unnötig macht. Das wollte ich auch an meinem Delta ausprobieren. Zuvor wurde aber die Hinterseite der Fläche mit einem 5cm breiten Glasgewebe verstärkt, umd die Ruder besser anscharneren zu können.

Also wurde Packpapier mit einer Kleister-Weissleimmischung auf die Fläche aufgebracht, aber schon beim Verarbeiten hat sich dieses Zeugs demassen verzogen, dass an ein doppelseitiges Aufziehen gar nicht zu denken war. Flugs wurden die Negativformen mit Haushaltsfolie überzogen, beide Flächenseiten bespannt und zwischen den Formen zum verzugsfreien Trocknen gepresst. Aber das ganze wurde auch nach Tagen nicht trocken, und als sich erste kleine Schimmelflecken bildeten, musste ich mir was neues einfallen lassen. Ich klebte die Negative auf eine gerade Oberfläche, bespannte jeweils eine Oberfläche einzel und versuchte, die Fläche soweit in der Form zu fixieren, dass noch genug Luft zum trocknen blieb. Das funktionierte weitgehend zufriedenstellend, etwas Verzug ist noch eingebaut...

Ich würde diese Methode aber nicht weiterempfehlen und auch nicht wieder anwenden.

Der Rumpf wurde ganz konventionell in Kastenbauweise erstellt, mit lokalen Verstärkungen. Die Flächen wurden erst Stumpf angeklebt, danach Öffnungen für 2 kleine Holme eingeschnitten, und diese dann eingeklebt.

Nach Anbau des Motors wurde erst der Schwerpunkt ausgerechnet und per Hebelarmgesetz die Lage der anderen Komponenten berechnet und diese Eingebaut. Die Rumpfoberseite wurde erst danach angefertigt, damit die Öffnungen für die Komponenten am richtigen Ort sind. Das hat auch bestens geklappt, der Schwerpunkt passte am Schluss.

Die Anlenkug erfolgt direkt und ist so Spielfrei. Die Ruder sind mit Scharnieren, die unter die Beplankung geharzt sind, gelagert.

Ein Erstflug erfolgte bereits. Allerdings ging der Gelbe nach 3 Metern auf Ölsuche. Ich kann den Rumpf leider nicht so greifen, dass ich ihm beim Abwurf genügend Schwung mitgeben kann. Also wurde bei der Reperatur gleich noch eine Flitschenaufnahme eingebaut.

Der Name stammt übrigens von Mailman, der beim ersten Anblick des Deltas die Bemerkung "Mirage Style" fallen liess. Eines seiner Modelle trägt auch einen Namen, der meine erste Bemerkung beinhaltet...

Der Zweitflug, mittlerweile hat sich ein Helfer gefunden, der das Ding zu schmeissen versuchte, verlief erfolgreich. Durch die dabei verwendeten 1000SCR Zellen aber recht kurz. Aber es flog ganz ordentlich. Mittlerweile hat bei mir modernere Technik einzug gehalten, und das Delta wurde für Lipos modifiziert. Leider fehlt der Werfer, um eine weitere Flugerprobun durchzuführen.