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Summertime pt. II / Scotland

9. Oktober 2017

Knapp 2 Wochen später war der Bus wieder fit und mein eigentlich schon abgeschriebener Roadtrip ins Whiskyland konnte beginnen! Ich hab mich in den vergangenen Jahren auf der Britischen Insel immer weiter nach oben vorangetastet, und dieses mal war mal ganz nach Oben angesagt. Ganz unmulmig war  mir dabei nicht, mit einem neuen und noch unbekannten Motor, der bis vor kurzem noch herumgezickt hat. Aber zuerst gings mal 1000km ohne besondere Vorkenntnisse übers Festland nach Amsterdam/Ijmujden.

Tag 1, Freitag der 16.6.
Abends nach Feierabend bis Heidelberg gefahren, am Neckar übernachtet.

Tag 2: Bis Amsterdam, sehr schönen ruhigen Parkplatz gegenüber vom Zentrum gefunden. Ca. 5 Minuten Gehzeit ins Zentrum, mit Gratisfähre. Bissle Sightseeing und Pizza in Amsterdam.

Velos, Hasch und Kneipen: Alle Vorurteile über Amsterdam werden bestätigt

Tag 3: Nochmals in die Stadt auf eine gemütliche Touribootsfahrt, dann zur Fähre nach Ijmujden (sprich: Eimöuden).  Ganz anders als die Mittelmeerfähren: Freundliche Einweiser, sauberes Schiff, schöne Restaurants mit gutem Essen. Fahrt direkt in den Sonnenuntergang!



Tag 4: Ankunft morgens in Newcastle upon Tyne, Shopping, Einkauf Kayak Shop unterwegs. Erste Nacht auf Tantallon Campsite.


Bass Rock. Das weisse sind Vögel. Ganz viele davon.

Tag 5: National Museum of Flight. Weiter nach Edinburgh, Schlafplatz in Portobello. Mit Bus in die Stadt.


Gott bewahre, wenn die Toilet Drain Anti Ice Heater fuse der Concorde durchbrennt…


East Fortune Airfield ist offenbar die am besten und vollständigsten erhaltene RAF-Basis aus dem WWII


Tag 6: Nochmals Edinburgh besucht, weiter nach Kingbarns. Anderen Zürcher mit Landy begegnet.

Tag 7: Weiter nach Port Erroll mit Besuch von einigen Sehenswürdigkeiten unterwegs. Veganes Musakka in Landbeiz gegessen. Irgendwo in einem schottischen Provinznest…


Hier wäre tatsächlich eine schöne Ostwindkante zum fliegen gewesen. Leider herrschte starker Westwind…

Tag 8: Der Küste entlang nach Findochty. Sehr schöne Strecke nach McDuff. Campingplatz super.


Gerstenfelder überall. Da wird mal Whisky draus 🙂

Tag 9: Tour der Spey entlang (wo alle die guten Whiskies her kommen). Sehr windig. Luftet einem fast von der Strasse weg. Leider keinen passenden Modellflughügel entdeckt. Nachtplatz in Nairn am Meer.

 

Tag 10: Weiter nach Alness. Motor klingt komisch. Wieder zurück nach Inverness (Bught Campsite), wo evtl Hilfe vorhanden ist. Mech zuhause meint: Weiterfahren!

Tag 11: Wegen Motor nicht mehr weiter in den Norden. Deshalb nach Ullapool. Unterwegs noch etwas geflogen. Nachtplatz bei Badcaul. Wetter sehr schottisch immer. Sonne geht erst um halb 12 unter und wird nie richtig dunkel! Erste Midges im Anflug.

Tag 12: Weiter nach Skye, sehr cooler Nachtplatz in Rigg.

Tag 13: Wanderung auf den Meall na Suiramach, weil super Wetter. Danach nach Dunvegan.

Tag 14: Talisker Destillerie besichtigt, mit Fähre aufs Festland, danach nach Fort Williams. Dauerregen.


Wenns jetzt schönes Wetter wäre, würde man über meinen Käsefüssen den Ben Nevis sehen, den höchsten Berg Britanniens.

Tag 15: Wetter Gaggi, deshalb viel gefahren. Am Loch Earn genächtigt.

Tag 16: Oban, Loch Lomond

Tag 17: weiter zum Loch Doon

Tag 18: Panoramastrecke nach Dumfries, Werkstatt besucht, um Auspuff festzuschrauben. Danach Schottland verlassen Richtung Silloth

Tag 19: Viel Regen. Lake District, Besuch in Keswick, danach Side Farm Patterdale am Ullswater. Sehr schöner wilder Camping, allerdings fahrtechnisch nicht einfach zu bewältigen.


Bildmitte eine Baumhöhe über dem Ufer: Mein T3. Im Hintergrund der Berg Place Fell. Dachte, den kann man mal kurz besteigen vorm Nachtessen. War dann doch ein Tick aufwändiger.

Tag 20: Endlich mal wieder schönes Wetter. Paddeln und Besteigung des Place Fell überm Campingplatz.


Mein Alpacka Yak Packraft, das erste mal richtig in Aktion!


Der Peak vom Place Fell

Tag 21: Weg vom Lake District nach Blackpool. Pleasure Beach (Amusement Park mit ganz alten Achterbahnen), danach Stadt, dann nochmals 200km weiter zum Peak District, Mam Tor Parkplatz.


‚The Big One‘ 1996 noch die höchste und schnellste Achterbahn der Welt…

 


Tag 22: Wildthing und Virus fliegen, geht trotz viel Wind nur mässig. Zu fest Südwestig.


Rushup Edge (N/S Hang) vom Mam Tor aus gesehen

Tag 23: Nochmals Mam Tor, hat Gleitschirme. Weiter zum Curbar Edge. Viel fliegen, danach weiter nach Bruntingthorpe. Bus knackt beim Gasgeben erstmals. Weit und breit keine Übernachtungsplätze, deshalb stelle ich mich diskret in ein Industriegebiet. Zufällig sehe ich jemanden, der den Zugang zur Strasse fürs Wochenende abschliesst. Gegen eine Flasche gutes Bier lässt er dann für mich das Schloss offen…


Curbar Edge ist eine 70-100m hohe Verwerfung am Rand vom Peak District, wo sich auch Kletterer tummeln. Perfekt für Westwind. Ladungen sind weniger prickelnd, sie finden in einem Feld mit unsichtbar eingebetteten Steinen etwa 100m hinter der Kante statt, weg von der Walze.

Tag 24: Bruntingthorpe ist leider wegen Grossanlass zu, deshalb nach Coventry zum Midland Air Museum. Danach zum Ivinghoe Beacon.


Das komische Flugzeug im Kreisel ist ein Replik des ersten Britischen Jets. Habe ich erst später im Museum herausgefunden.


Sir Frank Whittles Triebwerk für die Gloster E.28/39, dem ersten britischen Jetflugzeug


Hunter vor einer Whistling Tit


Unglaublich, dass so ein Nietenkessel Mach 2,1 schaffen konnte…


Da war noch irgend ein Porsche 924 Treffen

Tag 25: RAF Museum Hendon, danach Kumpel besucht. Unterwegs Highgate Cementry und Tower Bridge.


Zur Abwechslung wieder mal auf einer Campsite. Town Farm vom Ivinghoe Beacon aus gesehen.


Ivinghoe Beacon, ONO Hang


Ivinghoe Beacon, W Hang. Leider ohne Wind heute…

Highgate Cementry, der wohl düsterste Friedhof Europas. Leider geschlossen, das ist nur der Eingang.

Tag 26: Eastbourne, Birling Gap, Virus fliegen, Regen. Nacht auf Bopeep Hill.

Fast schon ein Stammnachtplatz von mir, der Bopeep Hill Parkplatz


Eriks Skywalker, im Hintergrund der Long Man

Tag 27: Viel fliegen auf dem Bopeep, später übernachtet bei Seaford

Tag 28: Fliegen auf Beachy Head und Abbots Cliff. Abends Ferry nach Dunkerque. Nachts Raststätte Dronguen.


Beachy Head


Abbots Cliffs zwischen Folkestone und Dover.

Tag 29: Viel Fahren, Nacht auf schönem Parkplatz bei Thal-Drulingen.

Tag 30: Über Strassbourg-Basel nach Hause. Ca. 6000km. Gerne wieder!